Hmmm, Leberwurst zum Frühstück...

7 Tipps fürs Wochenbett

Das Wochenbett umfasst die ersten 6 bis 8 Wochen nach der Geburt. In diesem Zeitraum soll sich die Mutter von der Schwangerschaft und der Geburt und den damit einhergehenden Veränderungen erholen.  Doch wie kann Frau sich am besten erholen? Acht Wochen im Bett – das ist natürlich praktisch unmöglich. Um sich die ersten Wochen trotzdem etwas einfacher zu gestalten, gibt es hier 7 Tipps:

1. Nichts soll Zwicken und Zwacken

Legen Sie sich schon während der Schwangerschaft bequeme Kleidung zu. Ich habe im Sommer gute Erfahrungen mit den sogenannten „Haremshosen“ gemacht. Die sind rund ums Gesäß weit geschnitten und haben einen weichem, elastischem Bund aus dünnem Stoff. Da engt Nichts ein :)

Auch Still-BHs gibt es in allen Variationen. Ich persönlich finde Bustiers am praktischsten, bei denen weder Knöpfe noch Haken zu öffnen sind, sondern die Brust durch einen gezielten Handgriff direkt freigelegt werden kann. Auch Tops, T-Shirts oder Hemden sollten jetzt nach der Devise ausgewählt werden: Möglichst leicht und schnell im Brustbereich zu öffnen, ohne viel rumnesteln zu müssen. Dafür muss nicht extra Stillmode gekauft werden, auch die Hemden Ihres Partners könnten eine Alternative sein oder finden Sie entsprechende Teile in Ihrem eigenen Kleiderschrank.

Überhaupt: Wenn man die ersten Wochen noch sehr schlapp ist und sich all die Zeit auf das Kind konzentrieren möchte, rückt das Thema Shopping von bequemer Kleidung in weite Ferne.  Aber es geht auch schnell und einfach von zu Hause aus: Nutzen Sie doch die Möglichkeit des Online-Shoppings – teilweise werden Sie sogar telefonisch von Produktberaterinnen nach Ihren Wünschen befragt und bekommen ein paar Tage später eine E-Mail auf Sie abgestimmten mit Vorschlägen zu gesendet.

2. Guten Appetit für Mutter und Kind

Bestimmt haben auch Sie sich bald eine Lieblings-Stillecke in Ihrer Wohnung auserkoren. Denken Sie daran, Stillen macht hungrig und vor allem durstig. Wie wäre es beispielsweise mit einem kleinen Vorrat an Studentenfutter oder Trockenobst in Griffweite? Nüsse enthalten wertvolle Fette und eine Kanne Tee oder eine Flasche Wasser stillen auch Ihren Durst.

3. Tiefkühltruhe auffüllen

Das Kochen wird am Anfang zu kurz kommen. Vergessen Sie erst einmal Ihre Ansprüche und legen Sie das Kochbuch mit den raffinierten Rezepten à la Schuhbeck beiseite. Idealerweise kochen Sie immer etwas mehr, so dass ein Rest eingefroren werden kann.  So entsteht ein Vorrat für Tage, an denen mal gar nichts funktionieren will. Fangen Sie schon während der Schwangerschaft an, die Tiefkühltruhe zu füllen. Überlegen Sie sich 30min-Rezepte. Es gibt viele leckere Gerichte, die sich schnell und unkompliziert zubereiten lassen.

4. Freunde und Besuche managen

Klar, Sie sind furchtbar stolz auf Ihren Nachwuchs und möchten gerne alle Freunde und Verwandte schnell an Ihrem Glück teilhaben lassen. Doch auch hier gilt: In der Ruhe liegt die Kraft. Bitten Sie Ihren Partner, Sie vor einem Besucheransturm in den ersten Tagen oder Wochen zu schützen. Eine nette E-Mail mit einem Schnappschuss Ihres kleinen Lieblings beruhigt die erste Neugier und ein paar nette Zeilen mit der Bitte um Verständnis kommen immer gut an. Nach und nach bietet sich dann Gelegenheit, Verwandte und Freunde einzuladen. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl…!

5. Nützliche Mitbringsel

Ihre Freunde und Familie freuen sich mit Ihnen und möchten Ihnen etwas Gutes tun. Manche sind sicher froh über einen kleinen Tipp – was können Mutter und Kind nun gut gebrauchen?

Wie wäre es z.B. mit einem Windel- oder Lebensmittel-Lieferservice, einer leckeren selbstgemachten Gulaschsuppe zum Aufpäppeln (s. Tipp Nr. 3), ein Spaziergang mit dem Baby (eine halbe Stunde haben Sie nun Zeit nur für sich!) oder einer haltbaren Delikatesse in der Konserve (ich habe während der Stillzeit meine Vorliebe für fingerdick bestrichene Leberwurstbrote zum Frühstück entdeckt), oder, oder, oder…

6. Anträge vorher fertig machen

Eine Menge Stress ersparen Sie sich, wenn Sie Anträge auf Kindergeld, Elternzeit und Elterngeld soweit möglich vor der Geburt schon vorbereiten. Nach der Geburt gibt es Spannenderes, als sich durch ellenlange Formulare zu quälen!

7.  Mein letzter Vorschlag

Lassen Sie den Haushalt Haushalt sein. Lassen Sie ihn wirklich sein. Versprochen? (Auch hier tut sich eine weitere Idee für Tipp Nr. 5 auf: Eine gute Freundin ist im Notfall sicher gerne bereit, auch mal den Putzlumpen für Sie zu schwingen…)

(Beitrag von Verena F.)