Storch

Haftpflichtversicherung Hebammen

Liebe Freunde und Familien, liebe Mütter und Väter, liebe Großmütter und Großväter, und alle, die es gerne einmal werden möchten, heute wende ich mich an Euch mit der dringenden Bitte um ein paar Minuten Eurer Zeit und um Eure Hilfe!

Wie Ihr sicher schon gehört habt, protestieren wir HEBAMMEN mal wieder. Diesmal geht es jedoch nicht „nur um gestiegene Haftpflichtbeiträge“, sondern um die Tatsache, dass wir bald gar keine mehr haben werden!

Was längst absehbar war ist nun eingetroffen: Allen über die Berufsverbände versicherten freiberuflichen Hebammen wurde die Haftpflichtversicherung zum 01.07.2015 gekündigt, welches das AUS für alle freiberuflich tätigen Hebammen bedeutet!

In den weiter unten stehenden Links (s. „Info“) findet Ihr z.T. sehr lesenswerte Beiträge. Weil aber nun – wie ich finde – in den meisten Medienberichten leider nicht ausreichend und klar verständlich über das erschreckende Ausmaß dieser Tatsachen aufgeklärt wird, und viele Bürger aufgrund dessen glauben, es drehe sich „nur“ um die außer-klinische Geburtshilfe, ist mir genau diese Aufklärung jetzt ein sehr wichtiges Anliegen:

Ohne ausreichende Haftpflichtversicherung darf eine Hebamme laut Gesetz ihre Tätigkeit nicht ausüben. Das kommt einem Berufsverbot gleich. Hierunter fallen sämtliche Hebammentätigkeiten: Fehlgeburtbegleitung, Hilfe bei Beschwerden in der Schwangerschaft, Vorsorge und Beratungen, Geburten, Wochenbettbetreuung, Still- und Ernährungsberatungen, Beikosteinführung und ebenso die Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse.

Über 151 Anfragen unserer Berufsverbände bei in- und ausländischen Versicherern führten zu keinem Erfolg.

Es ist nicht in Aussicht, ob uns noch irgendein Versicherer zu den für unseren Beruf notwendigen Vertragsvereinbarungen (z.B. Nachhaftung) versichern wird.

Falls sich doch noch eine Versicherung findet, ist es ungewiss, für wie lange sie uns versichern. Ob diese Haftpflichtversicherung dann bezahlbar sein wird, und für wie lange sie bezahlbar bleibt – das ist noch mal eine ganz andere Frage.

Es betrifft ALLE ca. 20.000 freiberuflich tätigen Hebammen beider Verbände, die über dieses (letzte, uns noch verbliebene) Versicherungskonsortium versichert war.

Die in den Medien genannte Zahl von 3.500 betroffenen freiberuflichen Hebammen ist so nicht richtig, denn diese Zahl beziffert lediglich die eigenen, beim BfHD (Bund freiberuflicher Hebammen) für außerklinische Geburtshilfe versicherten Mitglieder.

Es betrifft ebenso auch alle in den Kliniken angestellten Hebammen. Da diese – wenn überhaupt – nicht ausreichend über ihre Häuser versichert sind, bricht durch die Kündigung nun auch deren dringend empfohlene Zusatz-Versicherung weg.

Es betrifft die Krankenhäuser, denn diese haben ebenso Probleme sich ausreichend bzw. überhaupt zu versichern. Hierzu: Artikel aus der Badischen Zeitung und Artikel aus WAZ

Es betrifft diejenigen, die gebären wollen. Z.B. wird in Bayern über 80% der Geburtshilfe in den Krankenhäusern von freiberuflichen Beleghebammen geleistet. Hier wird flächendeckend die Geburtshilfe einbrechen. Wo kann dort dann noch geboren werden?

Es betrifft unsere Ungeborenen. Z.B. ist die Zahl der Alleingeburten und der Geburten im Auto gestiegen. Sind diese Geburten nun sicherer für Frau und Kind?

Es betrifft alle geburtshilflich tätigen Gynäkologen und Belegärzte, da deren ständig steigenden Haftpflichtsummen auch schon kaum mehr zu bezahlen sind.

Es betrifft in der Zukunft IMMER und in letzter Konsequenz letztendlich UNS ALLE!

Es geht um die Versicherung „geboren zu werden“, es geht um unsere Kinder, und die gehen uns alle etwas an!

Das könnt Ihr tun:

Bundesweite Demos und Aktionen: Zeigt Euren Protest persönlich, indem Ihr auf die Straße geht.

AKTIONEN PRO HEBAMME – ELTERNINITIATIVEN

1. Petition unterschreiben

Rettet unsere Hebammen

Auf der DHV-Seite findest Du rechts den Button „Unterstützen Sie uns“. Dort sind Mitmach-Aktionen zu finden,

z.B. Musterbriefe für Schwangere an Krankenkassen oder ans BmG, Online-Petitionen für die Belange der Hebammen…

http://www.hebammenfuerdeutschland.de/tl_files/download/protest/Brief_von_Frauen_an_Krankenkassen-Politik_-_DHV.doc

Warum es besser ist einen persönlichen Brief- statt einem Musterbrief zu schreiben, wird hier sehr schön erläutert, mitsamt Anleitung dazu

www.lolliesberlin.blogspot.de (Beitrag „Ab nächsten Sommer dürfen wir nicht mehr entbinden“)

2. Auch auf der Seite des Deutschenhebammenverbands

www.hebammenverband.de

3. Video

www.hebammenunterstuetzung.de

hebammenunterstuetzung@gmail.com

4. für Facebook Mitglieder

auf www.facebook.de die Gruppe hebammenunterstuetzung liken