Hilfe, mein Baby hat Koliken!

Die ersten Wochen mit meinem Sohn hatte ich mir anders vorgestellt. Ich dachte, mein Wonneproppen würde die meiste Zeit friedlich schlafen und ich könnte mich entspannt erholen. Doch Fehlanzeige:

Von einem geregelten Rhythmus mit ausgeglichenen Schlaf-Wach-Phasen waren wir weit entfernt, nach jeder Mahlzeit und auch nachts weinte der Kleine bitterlich.  Schnell war klar, dass der Bauch ihm Probleme bereitete und er deshalb Schmerzen hatte – meinen Sohn plagten die berühmten Dreimonatskoliken.

Es tat uns richtig leid, unseren Kleinen so leiden zu sehen. Wir wollten ihm unbedingt Linderung verschaffen. Wir waren für jeden Tipp dankbar. Also recherchierten mein Mann und ich im Internet und fragten unsere Hebamme um Rat. Wir haben verschiedene Dinge ausprobiert und mit der Zeit wurde es besser.

Da ich mir nicht sicher bin, welches Mittel letztendlich den Ausschlag gab, möchte ich hier einmal alle Versuche* beschreiben. Ein Satz noch vorweg: Nach drei Monaten war tatsächlich alles vorbei – ob mit oder ohne Hilfsmittel, Ihr Kind braucht in diesen Situationen vor allem Trost und Nähe.

  • Kirschkernkissen: Gibt’s im Drogerie-Markt. Die Wärme auf dem Bauch tut gut. Vorsicht,  nicht zu heiß!
  • Rühren anstatt Schütteln: Falls Sie das Fläschchen geben, sollten sie das Milchpulver mit dem Wasser besser durch Rühren mit einem Löffel vermischen. So vermeiden Sie Bläschenbildung.
  • Lotus-Sitz: Die Beinchen des Babys sanft anwinkeln und die Knie Richtung Bauch drücken. Dieser „Lotussitz“ hilft, Blähungen zu lösen.
  • Fliegergriff: Das Kind bäuchlings auf den Unterarm legen.  Auch ein sanfter Druck mit der Hand auf den Bauch hat einen wohltuenden Effekt.
  • Massage: Das Bäuchlein mit einer kreisenden Bewegung im Uhrzeigersinn massieren.
  • Fencheltee: Stark verdünnt kann er dem Kind abends im Fläschchen gegeben werden. Aber bitte nicht als Dauerlösung anbieten.
  • Homöopathie: Ihre Hebamme kennt bestimmt ein homöopathisches Mittel (die sogenannten „Globuli“), welches zu den Beschwerden passt.
  • Vitamin-D OHNE Fluorid: Babys erhalten Vitamin-D in Tablettenform, um Rachitis vorzubeugen. Es werden auch Tabletten angeboten, die zusätzlich Fluorid enthalten. Erfahrungen zeigen, dass sich Vitamin-D Tabletten ohne Fluor positiv bei Bauchschmerzen auswirken können.
  • Tropfen: Für Babys werden Tropfen angeboten, die helfen können, Luftbläschen im Darm zu lösen oder den Aufbau der Darmflora zu unterstützen.
  • Kümmel-Zäpfchen oder Bäuchlein-Öl aus der Apotheke.
  • Rotbuschtee: Im Internet kursiert der Tipp, als Mutter viel Rotbuschtee (= Rooibos-Tee) zu trinken. Ich hatte den Eindruck, dass uns das geholfen hat.

* Die hier beschriebenen Tipps beruhen auf meinen persönlichen Erfahrungen. Bitte suchen Sie bei Problemen bei Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin um  Rat.

(Beitrag von Verena F.)