BH STillen

Die Kunst, den richtigen Still-BH zu finden

Wesentlich ist es, die richtige Größe zu bestimmen. Dazu muss man als erstes die Unterbrustweite ermitteln. Diese wird direkt unter der Brust, noch auf den Rippen an der schmalsten Stelle des Brustkorbes, gemessen. Messen Sie so, dass das Zentimeterband wirklich straff anliegt.

Die Oberbrustweite wird locker über den Brustwarzen gemessen. Hängt die Brust, brauchen Sie Hilfe von einer weiteren Person, die Ihnen die Brüste anhebt.

BH-Größen setzen sich aus Ziffern und Buchstaben zusammen. Die Ziffern benennen die Länge der Unterbrustweite, die Buchstaben die Körbchengröße.

Die Differenz zwischen Ober- und Unterbrustweite ergibt die Körbchengröße. Die Formel lautet dann: Oberbrustweite – Unterbrustweite = Körbchengröße

10-12 cm       ergibt Körbchengröße        AA

12-14 cm       ergibt Körbchengröße        A

14-16 cm       ergibt Körbchengröße        B

16-18 cm       ergibt Körbchengröße        C

18-20 cm       ergibt Körbchengröße        D

20-22 cm       ergibt Körbchengröße        E

22-24 cm       ergibt Körbchengröße        F

usw.

Kaufen Sie Ihren Still-BH in einem ausgesuchtem Wäschegeschäft, denn dort bekommen Sie gute Beratung und können in Ruhe anprobieren.

Es ist schwierig zu sagen, wann der richtige Zeitpunkt  zum Kauf ist. Eine Möglichkeit ist, sobald die eigenen BHs nicht mehr passen. Spätestens 4 bis 6 Wochen vor dem Entbindungstermin sollten Sie dann wirklich einen kaufen. Da der Unterbrustumfang am Ende der Schwangerschaft weiter ist als nach der Geburt, sollte der BH ziemlich straff sitzen. Im Körbchen darf gerne noch etwas Platz sein, da die Brust nach der Geburt noch wächst.

Je größer die Brust, desto wichtiger ist es, dass sie gut durch den BH gehalten wird. Bei einem schlechtsitzendem BH während der Stillzeit besteht die Gefahr eines Milchstaus, wenn die Milchgänge durch zu kleine Körbchen abgedrückt werden.

Nun sind ja gute Still-BHs nicht gerade günstig, aber denken Sie daran, dass er während der Stillzeit wirklich viel genutzt wird und Ihnen gute Dienste leistet.

Vielleicht möchte die künftige Großmutter Ihnen eine Freude bereiten und macht mit Ihnen einen Einkaufsbummel in ein gutes Fachgeschäft für Damenwäsche? 😉

Wäre doch eine klasse Idee!

Mother Hood – eine tolle Initiative

Familien brauchen in der Zeit von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett besonderen Schutz!

Der Verein Mother Hood e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Elterninteressen zu vertreten. Der Verein geht aus der Facebook-Gruppe „Hebammenunterstützung“ mit über 16.000 Mitgliedern hervor. Er setzt sich für die Rechte von Mutter und Kind im Sinne einer angstfreien, stärkenden Begleitung in der Schwangerschaft, einer echten Wahlfreiheit des Geburtsortes (Krankenhaus, Geburtshaus oder zu Hause) sowie für eine sichere Geburtshilfe mit zuverlässiger Betreuung ein.
Mehr Infos unter: www.mother-hood.de

Schlafendes Baby

Nächtliches Füttern

Um nächtliche Blutzuckerabfälle zu vermeiden ist in den ersten Wochen bis spätestens zum 6. Lebensmonat eine regelmäßige Nahrungszufuhr nötig, um den Stoffwechsel stabil zu halten. Aber auch zu einem späteren Zeitpunkt kann nächtliches Füttern sinnvoll sein, wenn das Baby gerade einen Wachstumsschub durchlebt oder krank wird. Oft ist gerade um den 6. Lebensmonat ein vermehrtes nächtliches Aufwachen zu beobachten. Dies gilt für gestillte Kinder, als auch für Flaschenkinder.

Bei der Entwicklung eines Schlaf-Wach-Rhythmus ist das Stillen als Beruhigung und Einschlafhilfe von unschätzbarem Wert. Dem Baby sollten aber auch andere Möglichkeiten offen stehen, um in Ruhe und Sicherheit einzuschlafen.

Vitamin D

Vitamin D – Ja oder Nein?

Vitamin D wird vom Kind zur Kalziumeinlagerung und damit zur Verfestigung der Knochen benötigt. Je mehr Kalzium der Körper mithilfe von Vitamin D aufnehmen kann, umso mehr kann er als stille Reserve in das Knochengerüst einlagern. Weil Kinder in jungen Jahren besonders stark wachsen, ist die Versorgung mit Vitamin D wichtig, da sonst die Knochenkrankheit Rachitis droht.

Typische Symptome sind Erweichung der Schädelknochen, weiche Fontanellen mit weichen Rändern und Knochenverkrümmungen. Dazu kommen Allgemeinsymptome wie rasche Ermüdbarkeit, Infektanfälligkeit, Unruhe und Kopfschweiß.

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, das mit der Nahrung aus dem Darm resorbiert oder aus einer Vorstufe (Provitamin) durch UV-Strahlung auf die Haut gebildet wird. Schon Anfang des 19. Jahrhunderts entdeckten Forscher die Heilkraft der Sonne bei Rachitis. Die Sonne hat aber inzwischen an Ansehen verloren und gilt heute als brenzlige Gesundheitsgehfahr, die krebserregende Strahlen aussendet.

Bisher galt die Empfehlung von Fachverbänden, ein Aufenthalt im Freien bei Sonnenlicht von mindestens 30 Minuten zur Mittagszeit sei ausreichend, um 80% des täglichen Bedarfs an Vitamin D vom Körper selber zu bilden.

Soweit die Theorie. Aber mal ehrlich, wer schafft es in der Praxis, regelmäßig mittags rauszugehen? Und wie viele Sonnentage haben wir im Winter? Außerdem benutzen wir Sonnencremes, um die Haut vor ihrer schädlichen Wirkung zu schützen. Dadurch wird aber gleichzeitig die körpereigene Vitamin D-Bildung beeinträchtigt. Ein Sonnenschutzfaktor von 8 reduziert die Vitamin D-Bildung um 95%!!

Klar, die Vorstellung, einem gesunden Säugling täglich eine Tablette zu geben, erzeugt bei vielen Eltern Unbehagen. In der Muttermilch ist aber leider nur wenig Vitamin D enthalten. Deshalb wird die Gabe von Vitamin D empfohlen. Früher gab man den Kindern übrigens Lebertran, da dieses Fischleberöl einen sehr hohen, natürlichen Vitamin D-Gehalt hat.

Die heute gängige Empfehlung der Dosierung  von Vitamin D zur Rachitisprophylaxe liegt bei einer ganzjährigen Substitution von einer Vitamin D-Tablette täglich. Da der Vitamin D-Mangel in den ersten Wochen kaum eine Rolle spielt, empfehlen einige Kinderärzte mit der Prophylaxe erst in der 4. Lebenswoche zu beginnen, damit sich vorher die Verdauung des Babies einspielen kann.

Mein Tipp: Sollten sich durch die Tabletteneinnahme Blähungen verstärken, kann auch Vigantol-Öl gegeben werden. Um eine Überdosierung zu vermeiden, geben Sie einen Tropfen Öl auf einen Löffel und lassen ihn von ihrem Kind ablecken – nie direkt in den Mund geben!

 

Zoe schläft

Wie viel Schlaf braucht mein Baby?

Diese mir oft gestellte Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, denn schon Säuglinge brauchen unterschiedlich viel Schlaf. Manchen Babys reichen 12 Stunden Schlaf innerhalb von 24 Stunden, andere sind wahre Murmeltiere und schlafen bis 20 Stunden und beides ist normal.

„Schläft dein Baby schon durch?“ ist eine der häufigsten Fragen an die Eltern im ersten Lebensjahr. Verunsichernde Äußerungen über „Verwöhnen“ und „normales Schlafverhalten“ belasten oft die Eltern.

Dasselbe gilt für nächtliches Aufwachen. Zwei bis drei Mal wacht ein Säugling in den ersten drei Monaten im Durchschnitt auf. Mit neun Monaten vier bis sechs Mal oder noch öfter. Das mindert sich wieder mit einem Jahr auf circa drei Mal. Viele Kinder wachen aber noch mit 2 Jahren nachts mehrmals auf, auch das ist normal.

Bei Allem gilt: Vergleiche sind nicht zulässig!

Storch

Haftpflichtversicherung Hebammen

Liebe Freunde und Familien, liebe Mütter und Väter, liebe Großmütter und Großväter, und alle, die es gerne einmal werden möchten, heute wende ich mich an Euch mit der dringenden Bitte um ein paar Minuten Eurer Zeit und um Eure Hilfe!

Wie Ihr sicher schon gehört habt, protestieren wir HEBAMMEN mal wieder. Diesmal geht es jedoch nicht „nur um gestiegene Haftpflichtbeiträge“, sondern um die Tatsache, dass wir bald gar keine mehr haben werden!

Was längst absehbar war ist nun eingetroffen: Allen über die Berufsverbände versicherten freiberuflichen Hebammen wurde die Haftpflichtversicherung zum 01.07.2015 gekündigt, welches das AUS für alle freiberuflich tätigen Hebammen bedeutet!

In den weiter unten stehenden Links (s. „Info“) findet Ihr z.T. sehr lesenswerte Beiträge. Weil aber nun – wie ich finde – in den meisten Medienberichten leider nicht ausreichend und klar verständlich über das erschreckende Ausmaß dieser Tatsachen aufgeklärt wird, und viele Bürger aufgrund dessen glauben, es drehe sich „nur“ um die außer-klinische Geburtshilfe, ist mir genau diese Aufklärung jetzt ein sehr wichtiges Anliegen:

Ohne ausreichende Haftpflichtversicherung darf eine Hebamme laut Gesetz ihre Tätigkeit nicht ausüben. Das kommt einem Berufsverbot gleich. Hierunter fallen sämtliche Hebammentätigkeiten: Fehlgeburtbegleitung, Hilfe bei Beschwerden in der Schwangerschaft, Vorsorge und Beratungen, Geburten, Wochenbettbetreuung, Still- und Ernährungsberatungen, Beikosteinführung und ebenso die Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse.

Über 151 Anfragen unserer Berufsverbände bei in- und ausländischen Versicherern führten zu keinem Erfolg.

Es ist nicht in Aussicht, ob uns noch irgendein Versicherer zu den für unseren Beruf notwendigen Vertragsvereinbarungen (z.B. Nachhaftung) versichern wird.

Falls sich doch noch eine Versicherung findet, ist es ungewiss, für wie lange sie uns versichern. Ob diese Haftpflichtversicherung dann bezahlbar sein wird, und für wie lange sie bezahlbar bleibt – das ist noch mal eine ganz andere Frage.

Es betrifft ALLE ca. 20.000 freiberuflich tätigen Hebammen beider Verbände, die über dieses (letzte, uns noch verbliebene) Versicherungskonsortium versichert war.

Die in den Medien genannte Zahl von 3.500 betroffenen freiberuflichen Hebammen ist so nicht richtig, denn diese Zahl beziffert lediglich die eigenen, beim BfHD (Bund freiberuflicher Hebammen) für außerklinische Geburtshilfe versicherten Mitglieder.

Es betrifft ebenso auch alle in den Kliniken angestellten Hebammen. Da diese – wenn überhaupt – nicht ausreichend über ihre Häuser versichert sind, bricht durch die Kündigung nun auch deren dringend empfohlene Zusatz-Versicherung weg.

Es betrifft die Krankenhäuser, denn diese haben ebenso Probleme sich ausreichend bzw. überhaupt zu versichern. Hierzu: Artikel aus der Badischen Zeitung und Artikel aus WAZ

Es betrifft diejenigen, die gebären wollen. Z.B. wird in Bayern über 80% der Geburtshilfe in den Krankenhäusern von freiberuflichen Beleghebammen geleistet. Hier wird flächendeckend die Geburtshilfe einbrechen. Wo kann dort dann noch geboren werden?

Es betrifft unsere Ungeborenen. Z.B. ist die Zahl der Alleingeburten und der Geburten im Auto gestiegen. Sind diese Geburten nun sicherer für Frau und Kind?

Es betrifft alle geburtshilflich tätigen Gynäkologen und Belegärzte, da deren ständig steigenden Haftpflichtsummen auch schon kaum mehr zu bezahlen sind.

Es betrifft in der Zukunft IMMER und in letzter Konsequenz letztendlich UNS ALLE!

Es geht um die Versicherung „geboren zu werden“, es geht um unsere Kinder, und die gehen uns alle etwas an!

Das könnt Ihr tun:

Bundesweite Demos und Aktionen: Zeigt Euren Protest persönlich, indem Ihr auf die Straße geht.

AKTIONEN PRO HEBAMME – ELTERNINITIATIVEN

1. Petition unterschreiben

Rettet unsere Hebammen

Auf der DHV-Seite findest Du rechts den Button „Unterstützen Sie uns“. Dort sind Mitmach-Aktionen zu finden,

z.B. Musterbriefe für Schwangere an Krankenkassen oder ans BmG, Online-Petitionen für die Belange der Hebammen…

http://www.hebammenfuerdeutschland.de/tl_files/download/protest/Brief_von_Frauen_an_Krankenkassen-Politik_-_DHV.doc

Warum es besser ist einen persönlichen Brief- statt einem Musterbrief zu schreiben, wird hier sehr schön erläutert, mitsamt Anleitung dazu

www.lolliesberlin.blogspot.de (Beitrag „Ab nächsten Sommer dürfen wir nicht mehr entbinden“)

2. Auch auf der Seite des Deutschenhebammenverbands

www.hebammenverband.de

3. Video

www.hebammenunterstuetzung.de

hebammenunterstuetzung@gmail.com

4. für Facebook Mitglieder

auf www.facebook.de die Gruppe hebammenunterstuetzung liken

Zeit Artikel Hebammen

Lohnt sich Geburtshilfe noch?

Vor kurzem bin ich auf einen interessanten Artikel auf www.zeit.de gestossen.

„Heute geht für Hebammen weniger Gefahr von Kirche und Aberglauben aus, als von Staat und Versicherungen: Die Haftpflichtversicherungsbeiträge für Hebammen sind in den letzten Jahren rasant gestiegen: Vor 2010 betrugen sie um die 450 Euro im Jahr, jetzt 4.480 Euro. Das ist eine Steigerung um den Faktor zehn innerhalb von drei Jahren.“

Es ist wirklich traurig, dass es Menschen, die so wichtige Arbeit in unserer Gesellschaft leisten, so schwer gemacht wird. Geburtshilfe ist ein Beruf, der mit Leidenschaft ausgeübt wird – dass Hebammen aber keinen leichten Stand haben, zeigt dieser Artikel. Mehr lesen…

Die Kommentare sind übrigens auch interessant.

Kleinkind mit Bauklötzen

Nur nicht verrückt machen

Vor kurzem wurde mein Sohn ein Jahr alt: 1 Jahr, 12 Monate, 52 Wochen, 365 Tage, 8760 Stunden begleitet uns der kleine Große nun schon in unserem Alltag. Wir haben wunderschöne, lustige, anstrengende, erstaunliche, nervenaufreibende, erschöpfte und glückliche Momente miteinander verbracht und werden jeden Tag aufs Neue mit einer Wundertüte voller spannender Erlebnisse überrascht.

Zeit, einmal zurückzublicken: Wie gut kann ich mich noch an unsere Unsicherheit in den ersten Tagen und Wochen erinnern. Auf einmal steht die Welt Kopf, unser Neuankömmling brachte unseren beschaulichen Rhythmus gehörig durcheinander und nichts war mehr, wie es früher war. Tausend Fragen schossen uns nun durch den Kopf und gleichzeitig kamen tausend Ratschläge von allen Seiten: Trinkt mein Kind zu oft? Trinkt es zu lange? Ist es satt? Warum weint es schon wieder? Schläft es ausreichend (gefühlt war unsere Antwort immer „nein“…)? Verwöhnen wir es?  Und später: Warum nur hält es keinen Mittagsschlaf (wie „all“ die anderen Kinder)? Warum schläft es nicht in seinem Bett? Warum schläft es nicht selbstständig ein? Und – wie selbstständig muss ein Kind sein, muss es das überhaupt sein? Wie viel Freiräume benötigen wir als Eltern? Wie sollen wir nur alles Richtig machen?
Nicht nur Mütter, Schwiegermütter, Freunde und Verwandte wissen alles ganz Genau, auch Ratgeber von A wie AA bis Z wie Zahnen sagen uns frischgebackenen Eltern, wie man es richtig macht. Ach ja, und dann gibt es ja noch das Internet, mit diversen Foren, wo weiter darüber diskutiert wird, wie viel Stunden Schlaf bei einem Baby im Alter von 13,5 Wochen „normal“ sind. Ich hatte schnell das Gefühl, zu viele Informationen zu erhalten. Wie gut taten mir und meinem Mann der Tipp unserer Hebamme: „Hört auf euren Bauch, mit ein wenig gesundem Menschenverstand kann man als feinfühlige Eltern nichts falsch machen!“ Oh, wie gut uns dieser Zuspruch tat. Und richtig, in Momenten totaler Verwirrung haben wir erst einmal in uns reingehört, bevor wir stundenlang nach der Lösung unseres Problems gegoogelt haben, und konnten auch so eine vernünftige Entscheidung treffen. Natürlich haben wir sehr  von der Unterstützung unserer Hebamme, der Erfahrung unserer Mütter und den Tipps anderer Mütter profitiert. Aber man sollte nicht versuchen, alle Ratschläge umzusetzen. Was bei der Freundin A mit ihrem Kind wunderbar funktioniert, findet Freundin B mit ihrem Baby vielleicht verwerflich und macht es ganz anders. Am Ende sind beide Kinder zufrieden, jede Mutter und jeder Vater haben nun mal ihre eigene Art „das Kind zu schaukeln“ :)

Sehr hilfreich fand ich auch Kurse, wie z.B. PEKIP, wo man andere Mütter trifft und sich einfach austauschen kann. Und wer am Ende seine Intuition nicht vergisst, kann dem neuen Mitglied der Familie entspannt begegnen. Übrigens: Entspannte Eltern wirken sich zudem sehr positiv auf das Baby aus… 😉

(Beitrag von Verena F.)

Heu- oder Grasblüten, Graminis flos

Natürliche Geburtsvorbereitung

Ich werde immer wieder nach Möglichkeiten einer natürlichen Geburtsvorbereitung gefragt, hier sind einige Vorschläge:

Heublumendampfbad

Ab Ende der 37. Schwangerschaftswoche eignen sich Heublumendampf- oder Heublumensitzbäder sehr gut als geburtsvorbereitende Maßnahme. Die Dämpfe des Heus haben eine durchblutungsfördernde und entspannende Wirkung auf die Muskulatur vom Beckenboden und helfen, das Gewebe weich und geschmeidig werden zu lassen.

Besonders empfehlenswert sind Heublumendampfbäder bei Erstgebärenden, da deren Beckenbodenmuskulatur oft noch sehr fest ist und für Mehrgebärende, wenn bei vorangegangenen Geburten ein Dammschnitt erforderlich war oder es zu einem Dammriss kam.

Anwendung:

Eine Handvoll Heublumen in eine Schüssel oder einen Topf geben und mit abgekochtem Wasser übergießen.

Bei einem Sitzbad setzen Sie sich nach einer Abkühlzeit (Verbrennungsgefahr!) nur mit dem Gesäß ins Wasser. Bei einem Dampfbad setzen Sie sich hingegen über eine Schüssel oder Topf mit heißem Wasser und lassen den hochsteigenden Dampf auf die Beckenbodenmuskulatur wirken. Den Topf stellen Sie einfach in die Toilette oder ins Bidet, so können Sie sich bequem darüber setzen.

Heublumen erhalten Sie in jeder Apotheke oder Reformhaus.

 

Homöopathische Geburtsvorbereitung

Die homöopathische Geburtsvorbereitung ist für Frauen gedacht, die sich innerlich unausgeglichen fühlen. Die Anwendung sollte mit der betreuenden Hebamme oder Homöopathin besprochen werden.

Anwendung:

Caulophyllum, auch Frauenwurz genannt, stimuliert und stärkt die Gebärmutter und lindert den Schmerz.
Ab der 36. Schwangerschaftswoche 3x täglich 5 Globuli einnehmen.

Pulsatilla, auch Küchenschelle genannt, wirkt geburtsvorbereitend und macht den Muttermund weich.
Ab der 36. Schwangerschaftswoche 3x täglich 5 Globuli einnehmen.

Beim Stillen

Ernährung in der Stillzeit

Sobald Sie stillen, werden Sie erkennen, dass dies sehr anstrengend und kräftezehrend sein kann. Vielleicht empfinden Sie jetzt noch mehr Hunger als während der Schwangerschaft. Das ist ganz normal – Sie sollten jetzt keinesfalls ans Abnehmen denken!

Damit Ihr Körper gehaltvolle und nahrhafte Milch bilden kann, ist eine abwechslungsreiche und vollwertige Nahrung wichtig. Hier halten sich hartnäckige Gerüchte über zahlreiche Nahrungsverbote. Doch Sie dürfen alles essen, was Sie selber gut vertragen.

Während des Wochenbetts sind Suppen, vor allem Hühnersuppen mit verschiedenen Einlagen, eine kräftigende Nahrung.

Viele junge Mütter kommen gerade in den ersten Tagen nach der Entbindung kaum dazu, regelmäßig zu kochen oder zu essen. Für eine kleine Zwischenmahlzeit sind in solchen Momenten Nüsse, Bananen, Müsliriegel oder als nahrhafte „Nascherei“ Milchkugeln (lassen sich gut im Kühlschrank aufbewahren) geeignet.

Denken Sie daran, genug zu trinken. Sie sollten über den Durst hinaus trinken. Spätestens wenn das Baby trinkt, sollten Sie auch trinken. Bevorzugt warme Getränke, wie Kräutertee, Yogi-Tee oder Suppen. Kaffee in kleinen Mengen ist unproblematisch, nur Salbeitee wirkt milchreduzierend.

Es gibt keine Nahrungsmittel, die grundsätzlich verboten sind, weil sie etwa zu Blähungen oder Hautirritationen beim Kind führen.

Nur in den ersten Tagen nach der Geburt, wenn der Darm des Babys zu arbeiten beginnt, ist es sinnvoll, Speisen zu meiden, die stark blähend sind (wie z. B. Sauerkraut und Hülsenfrüchte).

Säuglinge verdauen „aktiv“. Das bedeutet, sie üben Druck auf den Bauch aus, indem sie die Beine zum Bauch anziehen. Manche Babys regen ihre Verdauung auch an, indem sie Pressgeräusche machen (die können auch schon mal so laut sein, dass man selber nicht mehr schlafen kann…).

In diesem Sinne:

Für das neue Jahr 2013 wünsche ich Ihnen geruhsame Nächte und einen gesunden Appetit! :)